Alte Thinkpads gewinnen neue Anhängerinnen

Eine bereits etwas veraltete Story, die hier aber der Vollständigkeit halber dennoch erzählt gehört. Bei den zwei dargestellten Schätzchen handelt es sich um IBM Thinkpads des Typs T41 bzw. T60, die mittlerweile beide in Haushalt und Leben zweier junger Damen ein neues Zuhause gefunden haben.
IBM Thinkpad T41
Das T41 befand sich ursprünglich in meinen Diensten, wo es trotz rückwärtig vorhandener WindowsXP-Lizenz exklusiv unter Ubuntu Linux betrieben wurde. Nachdem leider die Grafikeinheit dann vor etwa 2 Jahren einer modell-typischen Sollbruchstelle zum Opfer gefallen war, schaffte ich mir kurzerhand ein Netbook an, das für meine in der Tat sehr mobilen Zweck erheblich geeigneter war und ließ das ansonsten noch gut erhaltene Notebook auf eine mögliche Reparatur warten.  Zu der kam es dann erst Ende 2012, nachdem ich beschloss, dass eine der oben erwähnten Damen zum Studiumsbeginn  gut einen Mobil-Computer dieser Qualität gebrauchen könnte. Ich fand einen Reparatur-Service bei eBay, der sich auf genau diesen Fehler bei Thinkpads spezialisiert hatte und sendete das Gerät ein. Allerdings verbaselte dieser die Reparatur leider so lange, dass es zum Semesterbeginn nicht mehr langte, woraufhin er als Wiedergutmachung gleich das ganze Mainboard austauschte, da der Chip sich wohl doch nicht mehr reparieren ließ.  So wurde das T41 in wiedererlangter Funktionstüchtigkeit um die Weihnachtstage herum mit Ubuntu 12.04LTS bespielt und seiner neuen Besitzerin übergeben. Diese hatte sich zwar bisher erfolgreich gegen jegliche Experimente mit freier Software verwehrt, schaute aber dem geschenkten Gaul nicht ins Maul und ist bis heute sehr zufrieden mit dem gewohnt höchst stabilen und zuverlässigen Produkt. Besonders nachdem es sich nach einem Sturz vom Sofa ohne jegliche Risse, Brüche oder sonstige Schäden umgehend wieder hochfahren und sich der Arbeitsstand mit LibreOffice ohne nennenswerte Verluste wiederherstellen ließ, war das Eis zwischen Linux und ihr weitgehend gebrochen.
IBM Thinkpad T60
Das T60 traf im Gegensatz dazu auf eine schon geläuterte Notebook-Nutzerin, deren Multimedia-Schlachtschiff aus der Consumer-Sparte des Lenovo-Konzerns zwar im Dual-Boot-Modus bereits vorwiegend unter Ubuntu Linux lief, jedoch auch deutliche Anstalten machte, nach nicht mal 2 Jahren Laufzeit seinen Dienst dank defekten Netzteils zu quittieren. Doch wie es der Zufall wollte, vermachte mir im Mai diesen Jahres die Vorbesitzerin des T60 eben genau jenes, nachdem sie festgestellt hatte, dass es dank Desktop-PC in den letzten 12 Monaten im Grunde nur vor sich hin staubte. Als Dank für meinen kostenlosen Service an ihrem neuen DSL-Anschluss und der Einrichtung ihres Rechners dafür, bestand sie darauf, dass ich ihn sinnvolleren Zwecken zuführte. So nahm ich es zu jener zweiten jungen Dame mit, und konnte es ihr zum Beginn ihrer Schulausbildung in dankbare Hände legen. Die Festplatte wurde überschrieben, neu partitioniert und ebenfalls mit Ubuntu Linux 12.04 eingerichtet.
So trugen zwei alte, aber äußerst robuste Klassiker unter den Notebooks dazu bei, zwei weitere Menschen zu Unterstützerinnen freier Software zu machen: Microsoft’s Windows läuft in diesem Haushalt nur noch auf einem alten Festrechner, dessen Staubdecke mich bei meinen Besuchen darauf schließen lässt, dass er nur noch selten unter Strom gesetzt wird. 😉

Veröffentlicht in Net- & Notebooks

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