Gebrauchter Dual-Core-PC

Nachdem meine alte, platzraubende Dell-WorkStation so langsam unangenehme Geräusche zu machen begann und ich grad nach einem Geschenk bei eBay-Kleinanzeigen gestöbert hatte, fiel mein Blick auf dieses gute Stück, das sein ehemaliger Besitzer zugunsten eines neueren Exemplars abgeben wollte. Für 70,- € durfte ich ihn abends vorbei kommen und mit einer Live-DVD testen.

Ein Upgrade für meinen Schreibtisch für 70€

Ein Upgrade für meinen Schreibtisch für 70€

1,8 GHz-Dual-Core-Prozessor, 2GB RAM, 500GB Festplatte, NVIDIA Corporation GeForce 9600 GT, DVD-Brenner sowie DVD-Laufwerk. Das Cooler-Master-Gehäuse fängt richtig an zu dröhnen, wenn der Rechner startet oder runterfährt – sobald aber das Betriebssystem die Lüftersteuerung übernimmt, heißt es „Silencium!„.

Da eine berufskritische Anwendung vom Debian-Paket-Format abhängt, engte das den Kreis der möglichen Distributionen von vorn herein ein. Da ich zuletzt gute Erfahrungen mit Mint gemacht hatte und eine hinreichend kräftige Grafikkarte verbaut ist, fiel die Wahl auf das originale Mint 15 „Olivia“  in der Geschmacksrichtung „Cinnamon„. Tatsächlich hoffe ich, zwischendurch auf dem Gerät auch mal ein grafisch anspruchsvolleres Spiel spielen zu können. Darum wollte ich bequem auf die proprietären Grafiktreiber zurückgreifen können. Das zuvor auf dem Rechner betriebene WindowsXP war bereits  einer „Spezialsoftware zum Löschen der Festplatte“ (Wortlaut Vorbesitzer) zum Opfer gefallen, sodass der Weg frei war.

Die Installation des Basissystems nahm kaum mehr als 30 Minuten in Anspruch, wovon ein guter Teil auf das Konto der Festplatten-Formatierung ging. Die Nachinstallation für den Büroalltag relevanter und meiner bevorzugten Anwendungen ging flüssig und erwartet problemfrei von Statten. Schwierigkeiten bereitete mir aus unerfindlichen Gründen die Wiederherstellung eines Backups mit back-in-time. Am Ende bekam ich, was ich brauchte, allerdings nahm dieser Prozess sehr viel länger in Anspruch als gedacht. Ich habe auch stumpf unterschätzt, wie lange es braucht, 40 GB Backup via USB auf einen Rechner zu transferieren.

Es gab durch die Daten-Wiederherstellung ein paar kleinere Probleme mit meiner Kundenverwaltung, die sich schließlich aber doch vollständig beseitigen ließen. Mein Büro ist somit wieder voll einsatzfähig, trotz einem GB RAM weniger erscheinen mir die Routinen doch spürbar flüssiger von der Hand zu gehen als mit der alten Xeon-Workstation, die übrigens auch unter Linux Mint ein neues Zuhause für ihre letzten Tage gefunden hat

… aber das ist eine andere Geschichte, die ich vielleicht ein andermal erzähle …

 

Veröffentlicht in Desktops

Schreibe einen Kommentar

Kontakt

  • Fragen und Anmerkungen zu diesem Blog bitte an blog[ät]manuel-stein.de
  • oder Sie verwenden das Kontaktformular.

Impressum